Unser Kartoffelacker Prototyp

Traditionelle Kartoffeläcker setzen in der Regel ein Umgraben des Bodens voraus. Wie ihr ja sicherlich bereits wisst, versuchen wir, wenn immer möglich, auf ein Umgraben des Bodens zu verzichten. Deshalb haben wir uns überlegt, einen Kartoffelacker Prototyp zu machen. Wir adaptieren hierfür ein wenig von der Methode, welche wir bereits bei den Schichtmulchbeteen angewendet haben. Dieses Video schulden wir euch noch. Somit ist dieser Artikel ein Spoiler Alarm – pow pow.

Wieso graben wir nicht um

Es gibt viele Ansichten, wieso ein Boden umgegraben oder nicht umgegraben werden soll. Unsere Philosophie ist es, dem Boden möglichst wenig Schmerzen zuzufügen und ihn und seine unterirdischen Bewohner nur so wenig wie möglich zu verletzen. Es tut uns jedesmal im Herzen weh, wenn wir während des Grabens auf Ameisenbauten stossen oder Regenwürmer verletzen. Stellen wir uns nur einmal vor, da käme ein Wesen mit einer riesigen Schaufel und würde unser Haus komplett umgraben. Das würden wir wohl nicht sehr lustig finden und wir sind überzeugt, dass es die Ameisen auch nicht lustig finden. Wusstet ihr, dass Ameisen sehr intelligent sind und dass es „faule“ Ameisen gibt? In dieser Studie könnt ihr darüber lesen, falls ihr Lust habt – natürlich erst, wenn ihr diesen Artikel zu Ende gelesen habt 🙂

Zurück zu unserem Kartoffelacker Prototyp

Für unseren Kartoffelacker Prototyp benötigen wir drei verschiedene Materialien, welche wir in drei Schichten übereinander legen.

Die erste Schicht

Die erste Schicht besteht aus Laub, welches wir auf unserem Grundstück oder im Wald sammeln. Das Laub wir direkt auf das Gras gelegt, was bedeutet, dass wir die Grasnarbe nicht abtrennen. Vielmehr versuchen wir das Laub relativ dicht zu legen, um so den Graswuchs zu unterbinden. Falls ihr unbehandelten Karton (keine Farbe, kein Bleichmittel, keine Klebstreifen) habt, könnt ihr diesen auf das Laub legen und gut wässern. Dies macht es für das Gras noch schwerer zu wachsen und die Regenwürmer lieben Karton.

Die zweite Schicht

Für die zweite Schicht benutzen wir vertrocknetes Gras, welches wir am Flussufer einsammeln. Natürlich könnte hier auch Heu oder Stroh von Bauern verwendet werden. Wir versuchen aber so viel wie möglich mit dem zu machen, was um unser Haus herum zu finden ist.

Die dritte und letzte Schicht

Für die dritte und letzte Schicht benötigen wir Erde. Diese nehmen wir vom Aushub des Teiches, welchen wir für unsere Kräuterspirale anlegen. Wie ihr sehen könnt, mussten wir die beiden Projekte Kartoffelacker Prototyp und Kräuterspirale gleichzeitig starten, da der Kräuterspiralen output einen benötigten input für den Kartoffelacker liefert.

Vorbereitung der Saatkartoffeln

Für die Vorbereitung der Saatkartoffeln haben wir einige Kartoffeln ausgewählt und diese für zwei bis drei Tage an die Sonne gelegt. Die armen Kartoffeln, welche ansonsten ja eigentlich immer im kalten und dunkeln Keller eingesperrt sind, lieben das Sonnenbad und fangen an zu keimen. Dies wird als „äugeln“ bezeichnet.

Saatkartoffeln pflanzen

Beim pflanzen der Saatkartoffeln schneiden wir zuerst die kleinen „Äuglein“ sorgfältig aus den Kartoffeln heraus und tunken sie in Holzkohle. Holzkohle ist ein guter Dünger und geben den kleinen Kartoffelaugen den nötigen Energieboost für den Start in ihr neues Kartoffelleben. Wir ihr im Video sehen könnt, haben wir die Augen mit relativ wenig Fleisch aus den Saatkartoffeln herausgeschnitten. Wir machen ein Experiment, bei welchem wir unterschiedlich viel Masse aus den Kartoffel schneiden, um zu verstehen, wie viel notwendig ist, um neue Kartoffeln zu pflanzen. Sprich, wir haben auch grössere Stücke und sogar ganze Kartoffel vergraben. Diese Idee ist uns gekommen, als wir uns überlegt haben, was wir gegen die vielen Mäuse hier machen können. Wir hoffen, dass die Mäuse kein Interesse an so kleinen Stückchen haben. Natürlich löst dies nicht das Problem, wie wir dann die heranwachsenden Kartoffeln vor den Nagern schützen. Für eine Lösung hierfür haben wir glücklicherweise aber noch ein wenig Zeit. Wichtig beim Einsetzen der Augen ist, dass diese nach oben schauen.

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Mit unseren Artikeln zur Permakultur und Selbstversorgung möchten wir allen interessierten Menschen einen leichten Einstieg in diese wunderbare Lebens- und Anbauweise ermöglichen. Unsere Geschichte soll als Inspiration zum Einstieg in einen bewussten und verantwortungsvollen Umgang mit dem eigenen Wesen, dem Leben und der Natur dienen.

Wir freuen uns, wenn du bald wieder vorbeischaust!

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