Unser Garten im Juni

Unser Garten im Juni kann sich sehen lassen. Es scheint, als ob unser Kartoffelacker Prototyp gut funktionieren würde. Die Kartoffeln gedeihen in der Mischkultur mit Kohlrabi, Pastinake, Mangold und Krachsalat wunderprächtig. All unsere Nachbarn häufen ihre Kartofelln an. Mit Anhäufen ist gemeint, dass man die Erde um das Kartoffelgrün immer wieder aufschichtet. Damit erreicht man, dass die Kartoffeln noch mehr Wurzeln austreiben und so eine noch reichere Ernte ermöglichen. Da unser Kartoffelacker voll mit Gemüse ist, ist es schwierig um die anderen Pflanzen herum die Kartoffeln anzuhäufen. Wir werden uns für nächstes Jahr etwas überlegen müssen. Da wir fest an die Vorzüge der Mischkultur glauben und die Natur um uns herum eine einzige Mischkultur ist, werden wir sicherlich nicht auf diese Anbauweise verzichten. Vielleicht könnten wir aber mehr Abstand zwischen den Kartoffeln und den anderen Pflanzen einhalten, um die Kartoffeln gut anhäufen zu können ohne das andere Gemüse zu verletzten.

Bei den Erbsen und Bohnen sind wir ebenfalls sehr zuversichtlich. Unsere selbstgebastelten Erbsenzäune und Bohnenstangen können sich sehen lassen. Wir haben weder um den Erbsenzaun noch um die Bohnenstangen herum die Grasnarbe abgetrennt und auch nicht umgegraben, sondern die gekeimten Bohnen und die Erbsensamen direkt zwischen dem hohen Gras in den Boden gesteckt.

Was haben wir geweint, als die Eisheiligen im Mai unseren Apfelbäumen richtig zugesetzt haben.  Eine einzige Nacht mit Temperaturen unter Null hat gereicht, um die ganze Blütenpracht zu zerstören. Umso mehr haben wir gestaunt und uns gefreut, als wir vor ein paar Tagen völlig unerwartet die ersten kleinen Äpfelchen an den Ästen entdeckt haben. So wie es scheint, haben zwei unserer Apfelbäume der Kälte trotzen können und tragen reichlich Früchte.

It’s a rainy day

Der Juni startet in etwa gleich nass, wie der Mai geendet hat. Bisher hat die Sonne an genau nur zwei Tagen geschienen. Ansonsten ist der Himmel grau und komplett wolkenbehangen. An den Tagen, an denen sich die Sonne vormittags blicken lässt und es sehr heiss wird, werden wir nachmittags von heftigen Gewittern wieder abgekühlt. Die Gewitter hier im Südosten Polen’s am Fuss der Karpaten sind atemberaubend. Noch nie haben wir solch laute und heftige Donner gehört. Wir lieben es.

Die Gewitter sind so heftig, dass sich unser Regenfass, welches wir hier im Dorf gefunden haben, in nur 10 Minuten komplett mit Wasser gefüllt hat. Da es mehr als genug regnet, werden wir das Regenwasser für die Herstellung von Brennnesseljauche verwenden, statt unsere Beete damit zu giessen.

Leider bereiten uns die ungeheuren Regenmassen ein wenig Probleme mit dem Dach des Gewächshauses. Die Dachfolie hat sich stark mit Wasser gefüllt und die Klammern sind durch das Gewicht aus der Wand gerissen worden. Die Folge war eine komplette Überschwemmung des Gewächshauses. Wir haben die Situation mittlerweile mehr oder weniger unter Kontrolle und die Tomaten scheinen das Fiasko gut überlebt zu haben.

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Mit unseren Artikeln zur Permakultur und Selbstversorgung möchten wir allen interessierten Menschen einen leichten Einstieg in diese wunderbare Lebens- und Anbauweise ermöglichen. Unsere Geschichte soll als Inspiration zum Einstieg in einen bewussten und verantwortungsvollen Umgang mit dem eigenen Wesen, dem Leben und der Natur dienen.

Wir freuen uns, wenn du bald wieder vorbeischaust!

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