Die Eisheiligen

Das Naturphänomen der kalten Polarluft, welche Mitte Mai über Europa fegt, ist unter dem Begriff „Die Eisheiligen“ bekannt. Den Tagen zwischen dem 11. und 15. Mai hat man Wetterheilige aus der katholischen Kirche zugeordnet, um zu diesen beten zu können, damit die Saat trotz der einbrechenden Kälte überdauern würde. Daraus entwickelte sich die alte Bauernregel, das wärmebedürftige Sommergemüse erst nach den Eisheiligen ins Freiland auszusäen.

Die Eisheiligen sind Mamertus, Pankratius, Servatius, Bonifatius und die Kalte Sophia. Sie dauern vom 11. bis 15. Mai.

Die Eisheiligen in Robotcity

Der 11. Mai – Mamertus hatte ein warmes Herz

apfelbaumDer 11. Mai war relativ gnädig und das „kalte Herz von Mamerz“ war gar nicht so kalt. Unsere Äpfelbäume haben an dem Tag noch geblüht aber es hat ein starker Wind geherrscht und hoffentlich hat dieser unseren Obstbäumen keinen zu grossen Schaden zugefügt. Die Vögelchen haben sich durch diesen Wind nicht allzu gross beeindrucken lassen. Sie haben  gesungen und ihre jungen fleissig mit Futter versorgt. Wir haben an unseren Birkenbäume mehrere Vogelhäuschen mit Staren-, Blaumeisen und Kohlmeisenfamilien. In den Tannen nisten zudem andere Vogelfamilien wie Grünfinken, Wachholderdrosseln und Feldspatzen. Aber da dies kein ornithologischer Artikel werden soll, wenden wir uns wieder den Eisheiligen zu.

Der 12. Mai – Der Kälteeinbruch

die EisheiligenAm 12. Mai hat es bei uns am morgen geschneit und das Thermometer hat frostige minus 4 Grad angezeigt. Es war Pankratius, welcher getreu nach dem Sprichwort „Wenn’s an Pankratius friert, so wird im Garten viel ruiniert“ unseren Obstbäumen den Gnadenschuss verpasst hat und wir uns wohl vom Gedanken and saftige Apfel und süsse Kirschen verabschieden müssen. Die Jungpflanzen in den gedeckten Saat- und Mistbeeten haben bis anhin überlebt und dem bereits im Freiland ausgesäten Wurzelgemüse scheint es auch noch gut zu gehen. Wir haben an dem Tag auch noch weiteres Gemüse asugesät. Wieso erklärt euch Maja im nachfolgenden Video.

Am nachmittag hat dann ein eisiger Wind getobt. Es scheint als ob Servatius mit Pankratius im Doppelpack angereist ist. Apfelbaum eingefrorenWar es doch Servatius’ wütender Atem, welcher unsere herrlich blühenden Apfel- und Kirschbäume um ihre Blütenpracht gebracht hat. Die Redewendung „Servatius Mund der Ostwind ist, hat manch Blümlein totgeküsst“ hat seinem Namen alle Ehre gemacht. Der Wind an diesem Tag war glücklicherweise nicht so stark wie diejenigen, welche wir im Januar hatten, bei welchen eine Geschwindigkeit von 130km/h gemessen worden ist. Stromausfälle und entwurzelte Bäume waren damals die Folge.

Der 13. Mai – Die kurze Verschnaufpause

Bonifatius hat uns und vor allem unseren Garten und die Bäum ein wenig verschnaufen lassen.

Der 14. Mai – Dichter Nebel

Eisheiligen NebelAm 14. Mai herrschten milde 8 Grad und es hat den den ganzen Tag geregnet. Am Abend hüllte sich die ganze Landschaft in einen dichten Nebel ein. Es war geradezu magisch und für uns ein Zeichen, dass es an der Zeit ist, dass sich die Nebel des Unbewussten lüften und wir hinter die Schleier des Vergessens blicken und unser wahres Wesen erkennen.

Der 15. Mai – Der Regen hörte nicht auf

Regentropfen der Kalten SophieHeute am 15. Mai hat die nasse Sophie, wie sie auch genannt wird, nochmals aus allen Eimern geschüttet. So ist auch hier das Sprichwort „Die kalt‘ Sophie, die bringt zum Schluss, ganz gern noch einen Regenguss“ recht zutreffend. Grundsätzlich sind wir froh über jeden Tropfen Wasser, da die Monate März und April knochentrocken waren. Allerdings meint es die gute Sophie ein wenig zu gut mit uns und hört nicht auf zu giessen. Oder sind es ihre Trähnen, weil sie nicht länger mitansehen kann, wie wir mit der Erde und ihren Lebewesen umgehen?

Wir frieren

Unser Haus ist heute morgen auf 16 Gard heruntergekühlt und wir mussten nochmals heizen. Eigentlich haben wir Ende April damit gerechnet, dass wir erst wieder im nächsten Winter heizen müssen. Anscheinend haben wir uns dabei ein wenig verkalkuliert. Gut, dass wir noch überschüssiges Holz haben, da es ansonsten ungemüglich gewroden wäre.

Was haben die Eisheiligen bei dir angerichtet?

Was haben die Eisheiligen bei dir angerichtet? Schreib es unten in den Kommentar und teile mit und deine Erfahrungen.

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2 Replies to “Die Eisheiligen”

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